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Meyan

Eine kulinarische Reise durch Schönebergs türkische Köstlichkeiten

Meyan

Direkt zwischen den U-Bahnhöfen Nollendorfplatz und Eisenacher Straße befindet sich das türkische Café und Restaurant  Meyan (türk.: Süßholz). Um genauer zu sein, ist es in Schönebergs Gastronomie-Liebhaber-Gegend schlechthin angesiedelt –  in der Goltzstraße. Gerade mal ein halbes Jahr ist das Meyan alt und kann sich bereits über einen regen Zulauf und so allerlei Stammkunden freuen. Doch liegt das nicht nur an der guten Lage, sondern vor allem an dem herzlichen Service, der offenen Raumgestaltung und den hausgemachten Köstlichkeiten.

 

Mit der Eröffnung des Meyan wollte sich das Künstlerehepaar Yigit ein zweites Standbein aufbauen. Anfangs schwankten die Modedesginerin und der Schauspieler (und Moderator) noch zwischen Feinkostladen und Frühstückscafé, doch spätestens bei der Besichtigung der Räumlichkeiten war klar: „es wird ein Feinkostladen.“ Die Berliner Goltzstraße war vor allem Ali Yigit bestens vertraut, der hier vor Jahren seine Lehre zum Sozialarbeiter abschloss. An den Eröffnungstag des Meyan erinnert er sich noch genau: „Die Eröffnung war an einem Samstag und die Leute vom nahegelegnen Wochenmarkt am Winterfeldtplatz kamen quasi von selbst.“

 

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Credit // Header: Anna Glad // Albert Concepts

 

Besonders die Auswahl an der Frischetheke des Feinkostladens ist groß und daher nichts für Unentschlossene. Für den sogenannten „Wunschteller“ kann man sich unterschiedliche Pasten nach Belieben zusammenstellen, die dann mit Schafskäse, Oliven, Butter, einem kleinen Salat nach Wahl und Brot serviert werden. Zu den Dauerbrennern gehören dabei die Humus-, Feigen- sowie Walnuß-Zigenkäse-Pasten. Aber auch die warmen Gerichte wie etwa die mit Hackfleisch gefüllten Paprikas (gibt es auch als vegetarische Variante) oder auch die Bulgur-Bouletten, haben schon den ein oder anderen Gast zum Wiederholungstäter werden lassen.

 

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Credit: Alexandra Walsh

 

Nicht nur kulinarisch, auch optisch nimmt einen das Meyan mit auf eine Kurzreise in die Türkei: Freigelegte Backsteinwände, orientalische Fliesen, kunterbuntes Geschirr und ebenso farbenfrohe Stühle. Im familienbetriebenen Meyan herrscht eine besonders vertraute Atmosphäre, was mit Sicherheit auch daran liegt, dass sich die Inhaber immer Zeit für ein kurzes Pläuschchen mit ihren Gästen nehmen. Ist es auch noch so voll, Hektik scheint hier ein Fremdwort zu sein.

 

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Credit: Anna Glad // Albert Concepts

 

Wie im Urlaub, kann man sich auch aus dem Meyan ein Andenken an die dort verbrachten, besinnlichen Stunden mitnehmen. Ob Teile des bunt gemusterten Geschirrs, türkische Literatur, anatolische Weine, Granatapfelsirup, hausgemachte Marmelade oder auch abgepackte Pasten aus der Vitrine, mit leeren Händen – geschweige denn einem leeren Magen – muss hier niemand nach Hause gehen.

 

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Credit: Ali Yigit

 

 

- By Anna Erika Harenz

04 / 07 / 2014 // by LigaStudios Team

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