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Welten-Hopping

Von Dresden bis nach Amundo: Die Ausstellung „Kosmos“ in der Stilwerk Design Gallery in Hamburg nimmt den Besucher mit auf eine Reise durch die ungewöhnliche Schaffenswelt des Berliner Designers Hermann August Weizenegger.

Welten-Hopping

Allein Stühle, Vasen oder Taschen zu entwerfen, reicht Hermann August Weizenegger nicht. Wie ein Regisseur, der seine Darsteller vor einer ausgewählten Kulisse in Aktion treten lässt, inszeniert der Designer seine Werke in komplexen Bedeutungswelten. Accessoires, Möbel und Kleidungsstücke werden plötzlich mehr als nur funktionale, schöne Produkte – sie werden Teil einer eigenen, fiktiven Welt, die dem Betrachter eine Geschichte erzählt.

 

Wie Weizeneggers narrative Installationen im Einzelnen aussehen, zeigt jetzt die Stilwerk Design Gallery in Hamburg. Insgesamt fünf Welten sind ab dem 19. September in der Ausstellung „Kosmos“ zu sehen. Jede von ihnen entführt in eine andere Thematik und zusammen geben sie Einblicke in die fantasievolle Schaffenswelt des Allroundtalents, dessen Werke schon im Vitra Design Museum oder im MAKK gezeigt wurden. Mit einer Kollektion ostasiatisch anmutender Home- und Fashionobjekte in kräftigen Grün-, Blau- und Rottönen lässt Weizenegger die untergegangene Stadt Amundo wiederauferstehen, die den Mittelpunkt im fiktiven Roman „Der Prinz von Amundo” bildet.

 

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Credit: Prinz von Amundo Glasdosen ADEN Kollektion für Theresienthal // Header: Prinz von Amundo Vase Mandalay ©HAW

 

In „Merkwürdigkeit des Sehens” vereinen sich Kleidung, Mobiliar und Accessoires, darunter Sonnenbrillen und Schmuck, zu einem gestalterischen Ganzen – zusammengeführt durch das Fünfeck, das sich als formgebendes Element durch die Kollektion zieht.

 

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Credit: Merkwürdikeit des Sehens © KLAPSCH

 

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Credit: Merkwürdigkeit des Sehens Ringe © HAW

 

„Hotel Dresden” ist ein 25 Objekte umfassendes Gesamtkunstwerk, das, als fiktive Hotellobby inszeniert, die Formenwelt des Jugendstils in die Gegenwart überführt. Im Mittelpunkt steht hier die Form eines Libellenflügels, der mithilfe der Mikrofotografie erstmals im 19. Jahrhundert sichtbar gemacht wurde.

 

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Credit: Hotel Dresden // Hotel Dresden Barhocker DEVON © HAW

 

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Credit: Hotel Dresden Hängeleuchte Nodus © HAW

 

Weniger narrativ angelegt sind die Objekte der Serie „Valse Automatique”. Mithilfe moderner Robotertechniken ließ Weizenegger Walzerklänge in dreidimensionale Objekte übersetzen und stellt damit den Herstellungsprozess in den Vordergrund seiner Arbeit.

 

Hinter den organischen Formen der Linie „Digital Culture“ versteckt sich die Kombination digitaler Verfahren mit handwerklichem Know-how. Besonders eindrucksvoll ist der Stuhl „Erosio”, der – mehr Skulptur als Sitzmöglichkeit – aus 900 übereinandergeschichteten Pappen besteht.

 

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Credit: Digital Couture Spin Lamp // Digital Couture Stuhl Erosio © HAW

 

Hermann August Weizenegger „Kosmos“
19.09. bis 1.11.2014
Stilwerk Design Gallery
Große Elbstraße 68, 7. OG
22767 Hamburg

 

 

- By Jasmin Röhse

17 / 09 / 2014 // by LigaStudios Team

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