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POP PASSION

Ab heute geht das c/o pop Festival in die 11. Runde. Wir haben mit dem Geschäftsführer Norbert Oberhaus über das anstehende Musikevent in Köln gesprochen.

POP PASSION

Heute ist es endlich soweit: der Startschuss für das diesjährige c/o pop Festival ist gefallen und ab heute wird Köln wieder zum Mekka für Musiker und Musikfans. Die Rheinmetropole verwandelt sich in eine große Bühne, Theater- und Fernsehsendesäle dienen als außergewöhnliche Konzert-Locations und ein Schleier aus großartiger Musik gepaart mit guter Laune legt sich über die gesamte Stadt. Neben der britischen Indie Band Elbow geben, während der fünf Tage, Mount Kimbie, Claire, Get Well Soon, Ton Steine Scherben und viele weitere Bands Klassiker und neue Hits zum Besten. Besonderes Highlight: die amerikanische Soul- und R’n’B Sängerin Kelis feiert ihr Comeback am Freitagabend im Wartesaal am Dom.

 

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Insgesamt finden ca. 50 Konzerte statt – rund um den Dom sogar in Locations, die man für „normale“ Pop-Konzerte eher selten von innen sieht: zum Beispiel in den WDR-Sendesälen am Wallraffplatz, in der Philharmonie und im Wartesaal am Bahnhof, der erst im Juni wieder neueröffnet wurde. Am Stadtgraben gibt es wie immer einige Acts, die umsonst bewundert werden können, ganz neu ist dieses Jahr allerdings, dass Fans bestimmter Genres erstmals ermäßigte und auf ihren Musikgeschmack abgestimmte Ticketpakete kaufen können – mehr dazu gibt es hier.

 

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Außerdem findet am 21. Und 22. August die zugehörige c/o pop Convention unter dem Motto „We care about independent pop culture“ statt. Das Branchenevent gilt als wichtige Plattform für Macher aus der Musik-, Medien- und Kommunikationsbranche und nimmt Themen wie „Branded Entertainment“, „Content Distribution“ und „Brands & Music“ genauer unter die Lupe. Es werden Speaker aus den verschiedensten Contentbranchen aus über 25 Ländern erwartet.

FT_Co_pop

 

Mehr Insights zum diesjährigen c/o pop Festival erzählt uns nun exklusiv der Geschäftsführer Norbert Oberhaus: 

 

Vor 11 Jahren fand das c/o pop Festival zum ersten Mal statt. Wie kam es dazu? Welche Idee steckte damals dahinter?
2004 sind unter anderem die damalige Popkomm und VIVA nach Berlin abgewandert. Deshalb war das Image der Musikstadt Köln sehr angeschlagen und es gab eine große "Depression" hier am Rhein. Da ich aber beschlossen hatte in Köln zu bleiben – ich bin Rheinländer und die sind bekanntlich Lokalpatrioten, aber nicht nur „jammern“ wollte, habe ich mich mit mehreren Kollegen zusammen getan und die c/o pop entwickelt, um den alten Platz der Popkomm zu besetzen.

 

Und was hat sich während diesen 11 Jahren verändert?
Zunächst war die c/o pop  "nur" ein Festival für elektronische Popmusik. Aber das Konzept ist über die Jahre musikalisch erweitert worden. In den Folgejahren gab es musikalische Veränderungen bei der c/o pop : Weg von der elektronischen und hin zu allen Facetten der Popmusik. Außerdem wollten wir Orte bespielen, wo normalerweise keine Popmusik zu Hause war. Darum haben wir immer wieder neue Orte gesucht , die wir bespielen wollten : wie z.B. die Kölner Philharmonie, das Museum Ludwig, den WDR Sendesaal, das Schauspielhaus oder das Millowitsch  Theater. In den ersten Jahren war das der Wahnsinn, „machen, machen, machen“ lautete die Devise: losrennen, Netzwerke aktivieren und etwas auf die Beine stellen! Jetzt ist die c/o pop tatsächlich ein Full-Time-Job, der mich auch das ganze Jahr über beschäftigt.

 

Sind Sie an der Auswahl der auftretenden Acts mit beteiligt?
Für das Programm gibt es einen Festivalleiter und eine Programmgruppe, die das sehr gut machen. Dennoch wird am Ende das Programm natürlich mit mir abgestimmt.  Auf die direkte Auswahl der Bands habe ich wenig Einfluss, aber natürlich vertraut man da dem Gespür der Programmmacher.

 

FT_NorbertOberhaus_copop

 

 

Welcher Act gilt als absoluter Geheimtipp und sollte auf keinen Fall verpasst werden?
Mein Geheimtipp sind in diesem Jahr Ωracles, das könnte die nächste große Band aus Köln werden! Außerdem sollte man sich Gonjasufi und Cashmere Cat nicht entgehen lassen!

 

Auf welche Performance freuen Sie sich dieses Jahr besonders?
Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, heute am 20. August Warpaint nach Köln zu holen und sie im Sendesaal des WDR auftreten zu lassen. Toll finde ich am gleichen Tag auch das Comeback von Kelis, die im Wartesaal am Dom auftreten.

 

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Credit: all images © c/o pop

 

Was wünschen Sie dich für das c/o pop für die Zukunft?
Ich wünsche mir, dass ich mit diesem tollen Team im Rücken, noch viele weitere Jahre ein so interessantes Festival auf die Beine stellen kann - immer wieder neu und anders!

 

Vielen Dank für das interessante Gespräch Herr Oberhaus, wir wünschen eine tolle Festivalszeit - bestimmt laufen wir uns innerhalb der nächsten paar Tage in Köln nochmal über den Weg, oder vielleicht sogar schon heute Abend bei Kelis?! Wir sind gespannt.

 

 

- By Ciara Hanson

20 / 08 / 2014 // by LigaStudios Team

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