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Kunst im Bunker

Die Sammlung Boros präsentiert seit Herbst 2012 in Berlin-Mitte die zweite Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Der Schauplatz ist ein Bunker.

Kunst im Bunker

„Ich finde diese Orte nicht, sie finden mich. Ich wollte weder einen Bunker kaufen noch ein Pumpwerk“, so Christian Boros in einem Interview mit dem NZZ Gentlemen‘s Report auf die Frage, wie man ungewöhnliche Orte findet. Die Entwicklung vom Bunker, gebaut 1942 als Schutzraum für die Zivilbevölkerung durch Zwangsarbeiter, zu einer außergewöhnlichen Event- und Ausstellungslocation ist typisch für das moderne Berlin

 

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Credit: © NOSHE/ Sammlung Boros

 

Außergewöhnlich und spektakulär auch, dass in den 90er Jahren der Bunker durch die  Techno-Szene und den Fetisch- und Fantasy-Parties sein Image als härtester Club der Welt pflegte und kult war. Nach einer verbotenen Silvester-Party kam die Schließung und öffnete erst wieder für eine Kunstausstellung. Ruhig wurde es dennoch nicht im Bunker, denn mit dem Erwerb des Bunkers im Jahr 2003 durch den Werbeprofi Christian Boros, kamen die Handwerker, die den Bunker umbauten. 

 

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Credit: © NOSHE/ Sammlung Boros

 

Die erste Präsentation der Boros-Privatsammlung im Bunker folgte von 2008 bis 2012 und konnte 120.000 Besucher verbuchen. Die aktuelle Ausstellung läuft seit September 2012 und umfasst 130 Werke, die einen Überblick über Arbeiten von 22 Künstlern geben von den frühen 90er Jahre bis zu Werken, die erst kurz vor der Eröffnung der Ausstellung erworben wurden. Neben dem chinesischen Konzeptkünstler und Bildhauer Ai Weiwei sind auch Künstler wie Awst & Walther, Thomas Ruff, Cerith Wyn Evans, Dirk Bell, Cosima von Bonin, Olafur Eliasson, Alicja Kwade, Michael Sailstorfer, Thomas Scheibitz, Danh Vo und Thomas Zipp vertreten.

 

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Credit: © NOSHE/ Sammlung Boros

 

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Credit: © NOSHE/ Sammlung Boros

 

Die ausgestellten Werke – Skulpturen, Sound- und Video-Installationen, Malereien, Zeichnungen sowie Fotografien – sind alle in Berlin entstanden und von den Künstlern selbst in die Räume installiert und inszeniert. Sound-Installationen konfrontieren die Besucher auf jeder der fünf Bunkeretagen mit unterschiedlichen und sich überlagernden Geräuschen. Der Besuch der Ausstellung im Bunker ist nur nach Voranmeldung auf der Internetseite und aus Sicherheitsgründen nur in Gruppen von bis zu 12 Personen je Führung möglich. 

 

- By Ayla Yildiz

06 / 02 / 2013 // by LigaStudios Team

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