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Weekender: Sonntagsfrühstück bei Tiffany

Wir haben euch eine weitere Grazie des Films versprochen und bleiben mit unserer Wahl in den frühen 60ern – denn wer bitte könnte graziler sein als die elfenhafte Audrey Hepburn!

Weekender: Sonntagsfrühstück bei Tiffany

Was ihr Äußeres betrifft könnten sie eigentlich nicht unterschiedlicher sein: Die Eine blond, aufwändig gelocktes Haar, üppige, weibliche Rundungen und rosige, volle Wangen. Die Andere brünett, meist kurzes Pony, den Rest der Haare streng am Hinterkopf hochgesteckt oder mädchenhaft zum Pferdeschwanz gebunden, dabei die Figur zerbrechlich schlank, vielleicht sogar mager, dazu ein vollendet scharf geschnittenes Gesicht, in dem zwei große, sanfte Rehaugen liegen. Umso verwunderlicher fanden wir, dass Truman Capote für die Verfilmung seines Romans Breakfast at Tiffany’s zunächst tatsächlich Marilyn Monroe vorschwebte. 

 

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Irgendwie wollte die aber nicht. Jedenfalls kam es nicht dazu. Und selbst wenn Capote im ersten Moment enttäuscht war sind wir darüber sogar ein wenig froh. Denn wir könnten uns wirklich keine bessere Besetzung der Hauptrolle Holly Golightly in Breakfast at Tiffany’s (1961) wünschen, als die zauberhafte Audrey Hepburn. An die Glücklichen unter euch, die den Klassiker noch nicht gesehen haben, gibt es nur wenige Worte zu richten: Audrey spielt das lebenshungrige New-Yorker Party-Girl (zeitgenössischen ausgedrückt wohl „It-Girl“) Holly, der nichts mehr am Herzen zu liegen schein, als ihr eigenes Vergnügen, und die Männer in erster Linie nach deren Vermögen aussucht. Ob aber alles so ist, wie es scheint und auch so bleibt, verraten wir natürlich nicht. (Wir selbst wünschten ja, den bezaubernden Film noch einmal sehen zu können, ohne zu wissen wie er ausgeht!)

 

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Das Mädchen, über das Billy Wilder einmal gesagt haben soll, dass sie „[...] den Busen noch völlig aus der Mode bringen wird“, war aber weit mehr als nur der charmante Gegenentwurf zum lauten Sex einer Marilyn Monroe. Bereits 1954 erhielt sie für ihre allererste Hauptrolle (in Ein Herz und eine Krone) den Oskar, viele Nominierungen folgten, und – vielleicht ist das sogar noch aussagekräftiger – nahezu jeder ihrer Filme wurde zum herausragenden Publikumserfolg. Uns persönlich hat sich neben Breakfast at Tiffany’s vor allem der nur zwei Jahre später entstandene Film Charade (1963) ins Herz gebrannt. In diesem was Spannung und überraschende Wendungen angeht wahrlich hitchcockesken Kriminalfilm spielt Audrey an der Seite von Cary Grant eine ganz hinreißende Regina Lampert, die in allerlei kompliziert Umstände und sogar Mord verwickelt wird. Neben der Spannung sind es aber vor allem die intelligenten, von messerscharfem Humor geprägten Dialoge zwischen Regina und dem mysteriösen Joshua (Cary Grant), die den Film so sehenswert machen – und natürlich Reginas komplett von Givenchy entworfene Kostüme, die uns jetzt schon nach kleinen Hüte für den Winter Ausschau halten lassen...

 

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30 / 09 / 2012 // by Maike Mueller

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