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WEEKENDER: HAMBURG AT ITS BEST I

Im Hamburger 25hrs Hotel in der Hafencity kommen nicht nur moderne Designliebhaber, sondern auch nostalgische Seemannsfans voll auf ihre Kosten

WEEKENDER: HAMBURG AT ITS BEST I

Dieses Wochenende hat es uns ins nördliche Hamburg verschlagen, wo wir neben dem deutschen Installations-, Bild- und Objektkünstler Hans-Peter Feldmann (wir stellen ihn morgen hier vor), ein ganz wunderbares Hotel in der so langsam immer mehr zum Leben erwachenden Hafencity entdeckten. Gleich beim Betreten spürt man wie im 25hrs Hotel Hamburg/Hafencity mondäne Weltläufigkeit und Tradition ganz wunderbar aufeinander treffen. Die moderne Offenheit der Architektur wird durch Elemente, die alle eine ganz eigene Geschichte mitbringen gebrochen. Dadurch entsteht eine Art seemannsche Gemütlichkeit, die anderen im coolen Industrie-Stil gehaltenen Orten oft schmerzlich abgeht. 

 

FT_1.1_25h_HafenCity_Reception

 

Individuell, kreativ, man könnte fast sagen „verspielt“ – ganz offensichtlich nämlich mit einer gehörigen Portion Designleidenschaft, Kompetenz und Spaß an individuellen Lösungen wurde hier ein ganz besonderer Ort geschaffen, der seine unmittelbare Nähe zu Wasser, Hafen und Schifffahrt in kleinen und großen, aber immer liebevollen und überraschenden Details aufgreift. 

 

FT_2_25h_HafenCity_Lobby

 

Auf dem Boden der Eingangshalle zum Beispiel – schwarz, mit an Logistik und Transport erinnernden gelben Markierungen und Richtungshinweisen – liegt im Bereich der Lobby ein in seiner Wirkung dazu ganz im Kontrast stehender graublauer Hanfteppich. Der ist nicht nur um Etliches mehr wert, als man auf den ersten Blick annehmen würde, sondern verweist in seiner geschichtsträchtigen Abgenutztheit auf seinen ersten Lebensabschnitt im orientalischen Antalya.

 

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Gleich hinter der mit hochwertigen Designer-Second-Hand Ledermöbeln bestückten Lounge findet sich dann beispielsweise ein alter Hapag-Lloyd-Schiffscontainer, in dem ein kleiner, für Business-Sehgewohnheiten sicherlich außergewöhnlich liebe- und fantasievoll gestalteter, Konferenzraum untergebracht ist. Die lange Seitenwand des Containers kann aber auch nach oben gefahren werden, wodurch sich die Hotellobby um einen gemütlichen Lese-, Schreib- und Plaudertisch noch einmal vergrößert.

 

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Das verfolgte Konzept aus Tradition und State-of-the-Art Elementen zieht sich angenehm unaufdringlich und doch überall zu entdeckend durch das gesamte Hotel. Es gibt so zum Beispiel einen Vinyl-Room im ersten Stock, in dem Gäste ungestört Platten hören, rauchen(!) und etwas trinken können - leckere Bio-Tees des Hamburger Unternehmens Samova gibt es Rund um die Uhr, kostenlos und soviel man mag. Im offen angrenzenden, an eine alte Schaltzentrale angelehnt designten Mac- und Internetbereich wiederum, kann man neben E-Mails-Checken und Co. ein kleines Spiel-Päuschen an einem alten Atari-Computer einlegen. Allein der legendären Atari-Sounds wegen ist da ein entspanntes Lächeln schon garantiert.

 

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Wer seine freie Zeit im Innern des Hotels zum Relaxen nutzen möchte, der kann sich in die Sauna legen. Outdoor-Freunde hingegen können sich im 25hrs wunderschöne schwarze Hollandräder leihen - sogar kostenlos! Und wer bei in Hamburg ja doch hin und wieder auftretender Schlechtwetterfront lieber mit dem Auto fährt, nimmt gegen hinterlegten Personalausweis einfach einen der vier hauseigenen Mini-Coopern. Und auch hier gilt erstaunlicherweise: Bezahlen musst du gar nichts – nicht einmal nachgetankt muss werden. Bei soviel Narrenfreiheit sollte die liebe Umwelt aber natürlich dennoch nicht vergessen werden. Und das heißt sobald die Sonne rauskommt, nix wie Raus aus der Karre und rauf auf’s Fahrrad!

 

FT_6_25h_HafenCity_L_Bett

 

FT_7_25h_HafenCity_L_Tapete

 

Weiter geht's aufs Zimmer – oder wie man in Hamburg sagt in die Koje. Statt gewöhnlicher Mini-Bar finden sich in allen Zimmern eine süße, extra geschreinerte Seemannskiste, die neben mit lokalem Afri-Cola, Fair-Trade Wasser und Hamburger Bio-Schokolade bestückter Bar auch einen Schreibtisch und jede Menge Lektüre beherbergt. Und auch im Badezimmer ist der Nachhaltigkeitsgedanke und daraus geborgene Kooperationswunsch mit lokalen, umweltfreundlichen und verantwortungsbewussten Unternehmen spürbar – statt Standart-Hotel-Shampoo und Seife gibt es hier fruchtig-leckere Produkte des Hamburger Labels STOP THE WATER WHILE USING ME!, das wir hier vorgestellt haben.

 

FT_8_25h_HafenCity_Fruehstuecksbuffet_3_gross

 

Im Restaurant "Heimat" gibt es Frühstücksbüffet und den ganzen Tag warme Gerichte á la Carte aus der saisonal angepassten deutsch-mediterran-amerikanischen Weltküche. Und obwohl natürlich in einer Wasser-Stadt wie Hamburg Fisch immer eine Richtige Wahl ist, sollte man sich im Heimat den unter Hanseaten berüchtigten Heimat-Burger auf keinen Fall entgehen lassen. Mhmm, lecker... In diesem Sinne bon appétit – oder eben hanseatisch direkt: Hau rin!

 

FT_9_25h_HafenCity_Heimat3

 

 

18 / 05 / 2013 // by Maike Mueller

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