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Tassili Calatroni

Er ist blutjung und hat schon Kampagnen für Prada und Ralph Lauren fotografiert. Tassili Calatroni ist halber Italiener und halber Japaner, spricht fünf Sprachen fließend, lebt in Berlin und reist mit seiner Kamera um die Welt. Wir haben das aufsteigende Talent für ein Interview getroffen!

Tassili Calatroni

Wie bist du zum Fotografieren gekommen?

Als ich klein war, gab es im mailändischen Architekturstudio meines Vaters, der damals für Domus auch als Fotograf tätig war, immer verschiedene Kameras: Analoge, die ersten digitalen, Gross- und Mittelformatkameras. Aber erst viel später, als ich 17 wurde, wurde mir zufällig eine Kamera geschenkt und so habe ich angefangen zu fotografieren. Erstmal nur zufällige Partyfotos, danach begann ich die Kamera überall mitzunehmen. Kurz danach dachte ich mir: Warum werde ich nicht Fotograf? Here we are.

 

Für welche Labels oder Magazine hast du schon gearbeitet?

Alles begann, als ich an einem Vogue-Wettbewerb in Mailand teilnahm. Das war bei Corso Como, der Concept Store von Carla Sozzani, der Schwester von Franca Sozzani, Chefredakteurin der italienischen Vogue. Meine Fotos wurden von der Jury positiv bewertet und ich wurde dadurch in der Vogue unter der Kategorie “VogueTalents” gefeatured. Parallel fotografierte ich für Canon die Fashion Week 2011/12. Kurz danach wurde ich von Prada für ein Projekt namens “Minimal Baroque” kontaktiert. Dabei handelte es sich um eine freie fotografische Interpretation von jungen italienischen Fotografen, die zum Launch neuer Sonnenbrillen in allen Pradaläden weltweit erscheinen sollte. Weitere Labels für die ich unter anderem gearbeitet habe sind Fragiacomo, Ralph Lauren Italien und UK für das Black Label. 

 

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Credit: Tassili Calatroni / Credit Headerbild: Linus Dessecker 

 

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich bin eigentlich ein großer Chiller: Ich stehe spät auf, dusche, frühstücke, gehe joggen. Erst nach dem Mittagessen beginne ich zu arbeiten. Das ist meistens Recherche und natürlich Fotos, die ich während meiner Spaziergänge in den Strassen der Stadt aufnehme, in der ich mich gerade befinde. Abends gehe ich zum Dinner, treffe mich mit Freunden und gehe auf Partys. Vor allem Spaß ist eine große Komponente in meinem Alltag, er ist aber auch eine wichtige Inspirationsquelle. Natürlich das ist alles anders, wenn ich am Set shooten muss.

 

Welcher Job hat dir bisher am meisten Spaß gemacht? Wieso?
Das Projekt „Minimal Baroque” für Prada hat mir viel Spass gemacht, weil mir ein wichtiges Modelabel erlaubte, ihr Produkt mit einer kreativen Freiheit zu kombinieren. Ich hatte totalen Freiraum, diese Sonnenbrillen zu interpretieren, egal wie. Diese Freiheit sieht man den verschiedenen Fotos der ausgewählten Fotografen meiner Meinung nach eindeutig an.

 

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Credit: Tassili Calatroni

 

Wann ist die beste Stimmung am Set?
Anfangs gefiel mir am Set zu arbeiten nicht so sehr. Ich hatte Angst alles falsch zu machen, fühlte mich eingeschlossen zwischen vier Wänden und war ziemlich nervös. Mit der Zeit wurde alles viel besser und mittlerweile macht es mir viel Spaß. Die beste Stimmung ist für mich die, wenn das Shooting locker verläuft und ich mich mit den Models gut verstehe: Sie haben Spaß und keine Scheu, sie wissen, wie ich sie fotografieren will. So entsteht eine gemeinsame positive Energie am Set, die sehr produktiv ist und gleichzeitig Spaß macht.

22 / 12 / 2012 // by Dana Weschke

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