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Serena Guen

Mit 22 Jahren ist sie wohl die jüngste Direktorin eines Lifestyle-Magazins. Wir trafen die umtriebige Serena in Paris zum Gespräch.

Serena Guen

Begeistert von unserer Neuentdeckung, dem Suitcase Magazin, haben wir uns auf den Weg gemacht und die Macherin der Neuerscheinung, Serena Guen, zum Interview gebeten: Die Brasserie La Perle ist wie eine geographische Trennlinie durch das Marais – auf der touristischen Seite Falafel-Gässchen zwischen Boutiquen bekannter Marken und auf der anderen reihen sich Gallerien an Stores junger Designer. Der perfekte Ort also, um sich über das Konzept des Suitcase Magazins zu unterhalten, welches sich zwischen Fashion und Travel, zwischen Up-and-Coming und Etabliertem positioniert. Serena empfängt uns mit einem herzlichen Lachen und einem Gipsverkleideten Fuß, der in einer Strass-besetzen Schiene beschützt wird. 

 

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Serena, wie kommt man als Studentin darauf, die Ärmel hochzukrempeln und ein Print-Magazine inklusive Website und iPad-App auf die Beine zu stellen?

Ich kannte Charlotte, die jetzige Chefredakteurin von Suitcase Magazine, über Freunde. Eines Tages trafen wir uns wieder – in dem Drugstore Boots und sie erzählte mir von ihrer Idee. Erst war es nur ein Uni-Projekt, doch ich war so begeistert, dass wir die Idee zusammen weiter verwirklichen wollten. Im November 2011 gründeten wir schließlich unsere Firma und sechs Monate später kommt das erste Magazin in die Läden. Eine wahnsinnig aufregende Zeit!

 

Wie habt ihr daran gearbeitet?

Mit einem großartigem Team und einer Menge Unterstützung aus unserem Umfeld! Wir sind derzeit 11 Leute, die Full-Time an dem Magazin arbeiten – davon die meisten in London. Darüber hinaus haben wir ein Netzwerk unglaublich talentierter Stylisten, Fotografen und Contributors. Beispielsweise arbeiten wir mit dem Assistenten von Nick Knight zusammen. 

 

Wie sieht die erste Ausgabe aus?

Auf dem Cover ist Model Xenia,  eine Russin, die in der Schweiz aufwuchs. Sie ist nicht nur wunderschön, sondern auch smart. Obwohl sie Job-Angebote von Investmentbanken hatte, hat sie sich dafür entschieden, die fünf Sprachen, die sie fliessend spricht, bei einem Leben als Model einzusetzen. Das passt gut, dachten wir uns. Im Magazin geht es um Designer, Künstler, Restaurants und Museen in Berlin, Paris, Buenos Aires, Sydney und Marrakesch.

 

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Wer wird Euch lesen?

Wir wollen Frauen erreichen,  die zwischen 18-35 Jahren sind.  Frauen, die viel verreisen und unbedingt die New Culture einer Stadt kennenlernen möchten. Vielleicht geben sie einen Abend richtig viel Geld für ein gutes Dinner aus, um dann am nächsten Abend in einer Underground-Bar einfach nur ein Bier trinken. 

 

Hast Du ein Vorbild? Wer inspiriert Dich?

Meine Großmutter, Inga Guen. Sie ist wirklich eine unglaubliche Frau. Sie besitzt eine erfolgreich Boutique, moderiert im Fernsehen auf Sendern wie FOX, hilft verletzten Kriegsveteranen, hat einen Doktor in Neurowissenschaften erlangt und arbeitet am zweiten Doktor in Psychologie mit einem Harvard-Fernstudium. Trotz allem schafft sie es noch, köstliches Essen auf den Tisch zu zaubern und mit der ganzen Familie dank Black Berry Messenger und E-Mail im Kontakt zu bleiben. 

 

Wohin wolltest Du schon immer mal verreisen?

Nach Asien! Ich fahre diesen Sommer nach Japan und freue mich schon.

 

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Ist Reisen Escapeismus?

Wenn man auf Reisen geht, mental oder physisch, bedeutet dies vor allem auch das Entdecken von neuen Kulturen. Dies bedeutet dass es eine Fülle an frischer Mode, Musik und Nouveau Cuisine zu entdecken gibt. Wenn jemand auf Reisen geht, dann ist es, um entweder etwas neues kennenzulernen oder seine Eindrücke über eine Kultur zu bestätigen. Mit Suitcase ist das ähnlich: Wir stellen neue Talente vor und schreiben auch über etablierte Marken und Orte. 

 

Was kommt immer in Deinen Koffer?

...Eine Menge von verknüllten Klamotten, die ich in mehreren Koffern verteile – ich kann weder sparsam noch ordentlich packen. Ein Buch und ein Backup-Buch, dass natürlich nie gelesen wird, aber dennoch wichtig ist, falls ich mein erstes Buch doch durchlesen sollte (oder, was wahrscheinlicher ist, es verliere). Glutenfreie Snackbars wie Eat Natural. Momentan ist mein Koffer allerdings leichter, denn ich brauche immer nur einen Schuh. Mein gebrochener Fuß ist noch immer in Gips.   

 

Danke, Serena!

19 / 06 / 2012 // by Tana-Maria Schächtele

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