WHITE BOUNCY CASTLE - NUR FLIEGEN IST SCHÖNER
Fliegen, fallen, springen, Hüpfspass haben im riesigen weissen Luftschloss - doch wir sprechen nicht von der neusten Attraktion auf der Kirmes. Nein, das ist Kunst zum Mitmachen! In der Installation des Choreografen William Forsythe werden die Besucher selbst zum Teil der Arbeit "White Bouncy Castle
Fast vierzig Meter misst die schneeweisse Hüpfburg, sie ist elf Meter hoch, sie ist riesig und gleichzeitig luftig leicht. Und sie lädt ein: jeder Besucher - egal ob jung oder alt, ob alleine, zu zweit oder zu dritt - verfällt der Euphorie. Alle wollen staunen, hüpfen, fliegen, fallen, schweben, noch höher springen und kleine Kunststückchen vorführen.
Credit: Dominik Mentzos
Credit Headerbild: Dominik Mentzos
Das „White Bouncy Castle" wurde von Dana Caspersen und William Forsythe, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Choreographen weltweit, als choreographischer Raum geschaffen. Hier gibt es keine Zuschauer oder Beobachter mehr. Jeder, der das Schloss betritt, wird vielmehr zum aktiven Teilnehmer - er ist Tänzer und Choreograph zur gleichen Zeit - und erfährt die völlige körperliche Destabilisierung bis zu absurden sozialen Situationen und Interaktionen. So schaffen Dana Caspersen und William Forsythe eine Art eigenständige Choreographie, die nicht mehr länger von Außen geleitet wird, sondern sich selbstständig und immer wieder neu entwickelt.
Als Ort der Erfahrung und Schnittstelle zwischen Kunst und Tanz begeisterte das „White Bouncy Castle", eine der größten Innenraum-Kunstinstallationen der Welt, in den letzten Jahren bereits ein immer größer werdendes Publikum an Orten wie dem Roundhouse in London, dem Tanzquartier Wien, dem Bockenheimer Depot in Frankfurt am Main oder in den Deichtorhallen. Derzeit lädt das „White Bouncy Castle" als Koproduktion der Forsythe Company mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden in das Festspielhaus in Dresden Hellerau ein.
Credit: Dominik Mentzos
Das Festspielhaus Hellerau, in dem sich heute „HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden" befindet, wurde 1911 von dem Architekten Heinrich Tessenow konzipiert und gebaut. Mit seiner Klarheit und funktionalen Struktur wurde es richtungsweisend für die Moderne und weckte als visionärer Gegenentwurf zu jeglichen traditionellen Theaterbauten weltweit Aufmerksamkeit. Anknüpfend an die Glanzzeit der ehemaligen Festspiele mit einer beeindruckenden Tanz- und Theatertradition stehen hier noch immer Tanz, Musiktheater, Neue Musik, Theater, Performance, Bildende Kunst und Neue Medien sowie Reflexion über Kunst und Kultur im Zentrum des Interesses. Heute gehört „HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden" unter der künstlerischen Leitung von Dieter Jaenicke und der Kooperation mit William Forsythe zu den wichtigsten interdisziplinären Zentren zeitgenössischer Künste Deutschlands.
Credit: Deutsche Werkstätten Hellerau
Credit: Hans-Tobias Schicktanz
Credit: SLUB Dresden/Deutsche Fotothek, André Rous
Credit: ML Preiss
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden-Hellerau
- by Saskia Glandien
14 / 09 / 2012 // von LigaStudios Guest











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