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Husch, husch, ins Korb!

Wie viele Wiener Kaffeehäuser hat das Café Korb eine über 100jährige Geschichte. Allerdings eine ganz besondere, die mit dem Besuch seiner Majestät Kaiser Franz Josefs zur Eröffnung im Jahr 1904 begann und seither nicht weniger aufsehenerregende Gäste gesehen hat.

Husch, husch, ins Korb!

Elfriede Jelinek isst hier den „besten Apfelstrudel der Stadt“, die Artlounge im Keller wurde von den Größen der internationalen Kunstszene Günter Brus, Peter Kogler und Peter Weibel gestaltet und in regelmäßigen Abständen trifft man sich hier zum Philosophencafé. Man muss aber nicht unbedingt Literaturnobelpreisträgerin oder renommierter Künstler sein, um sich hier im unaufgeregten und auf ganz eigene Art stylishen Ambiente aufs Allerschönste wohl zu fühlen. 60er-Jahre Charme trifft auf Wiener Beislkultur und endet schließlich im Souterrain auf dem futuristisch designten „Häusl“, wie man in Wien liebevoll die Toilette nennt. 

 

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PhotoCredit: Konrad Limbeck

 

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Die eigentliche Attraktion des Cafe Korb ist aber seine Inhaberin. Susanne Widl half schon als Kind im elterlichen Betrieb mit, war dann erfolgreich als Model, Muse, Schauspielerin, Künstlerin und Kunstsammlerin – dabei immer avantgarde und eine ganz besondere Erscheinung, „Wiens einziger weiblicher Dandy von Rang“. Seit 2002 führt sie das kultige Kaffehaus und gibt mit den Fotografien an den Wänden einen kleinen Einblick in ihre früheren Leben. Nach den Streichholzschachteln, auf denen Susanne Widl im Meer badend und mit beeindruckender Oberweite zu sehen ist, muss man inzwischen die Kellner fragen – so viele zu Recht begeisterte Anhänger hat dieses Motiv gefunden.

 

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Man könnte hier jetzt noch eine Reihe anderer guter Gründe nennen, das  Cafe Korb unbedingt und so oft wie möglich zu besuchen -  da wären zum Beispiel der selbst für Wiener Verhältnisse speziell ausgeprägte Schmäh der Herren Kellner, das ebenso schlichte wie wahnsinnig leckere Käsebrot für einen schnellen Snack zwischendurch oder die herrlich abgeschabten Couches in den kleinen „Logen“ – das ist aber gar nicht nötig, denn wer einmal hier war, wird immer wieder kommen. Sei es aus kulinarischen, gesellschaftlichen, intellektuellen oder ästhetischen Gründen. Wahrscheinlich alles zusammen!

 

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PhotoCredit: Konrad Limbeck

 

Übrigens: Heute Nachmittag geht es in den 4. Bezirk zum Donnerstagsshopping im ‘Samstag Shop‘ zwischen Seilen, Filzbahnen und Stühlen mit gebrochenen Herzen.

20 / 09 / 2012 // von Stephanie Rugel

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1 Kommentar

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